Zufrieden mit meiner Arbeit

Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihren Heimatstaat verlassen müssen und in der Schweiz Schutz suchen. Sie sind an Leib und Leben gefährdet, ihre Freiheit ist unterdrückt oder extreme Lebensbedingungen bewirken einen unerträglichen psychischen Druck – so schreibt die Schweizerische Flüchtlingshilfe auf ihrer Website.

Auch Elisa M. hat ihren Heimatstaat verlassen. Sie stammt aus Angola. Als Kleiderverkäuferin hat sie dort gearbeitet bis im Juli 2010, als sie mit ihrer dreijährigen Tochter in die Schweiz flüchtete. "Die ersten zwei Wochen in der Schweiz verbrachten wir im Empfangs- und Verfahrenszentrum in Vallorbe. Hier stellte ich ein Asylgesuch." Danach
wurden Mutter und Tochter für drei Wochen ins Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen verlegt. "Ende August 2010 sind wir nach Malters geschickt worden", erzählt die 34-Jährige. Drei Monate blieben die beiden dort, dann zogen sie nach Root in eine kleine Wohnung.
Elisa M. und ihre Tochter leben als vorläufig aufgenommene Personen in der Schweiz, sie
haben einen F-Ausweis. Sie wurden zwar aus der Schweiz weggewiesen, aber der Vollzug der Wegweisung ist unzulässig: Er würde entweder gegen das Völkerrecht verstossen, wäre wegen Gefährdung der Personen unzumutbar oder aus vollzugstechnischen Gründen unmöglich. Eine vorläufige Aufnahme kann für zwölf Monate verfügt und vom Aufenthaltskanton um jeweils zwölf Monate verlängert werden. Die kantonalen Behörden können vorläufig aufgenommenen Personen eine Bewilligung zur Erwerbstätigkeit erteilen. Davon profitiert auch Elisa M. Sie arbeitet heute für die SAH blitzblank Vermittlung als Reinigungskraft.

"Als ich in die Schweiz kam, besuchte ich während sieben Monaten Deutschkurse", erinnert sie sich. Danach wollte sie arbeiten. Die Caritas Luzern überwies Elisa M. ans SAH Zentralschweiz, das für die berufliche, sprachliche und gesellschaftliche
Integration zuständig ist. Ein erstes Gespräch mit der verantwortlichen Sozialarbeiterin
fand schnell statt – sie empfahl Elisa M., den SAH blitzblank Reinigungskurs zu absolvieren. "Danach versuchte ich, selbstständig zu sein und alleine Reinigungsaufträge zu finden – doch es klappte nicht." Da meldete sich die Projektleiterin der SAH blitzblank Vermittlung bei ihr: Man habe Arbeit, ob sie interessiert sei. Und ob! Voller Eifer begann die Angolanerin zu arbeiten. Sie war zuverlässig und sie bekam immer mehr Aufträge.
"Inzwischen arbeite ich etwa 40 Prozent", erzählt sie.
 
"Die Kundinnen sind zufrieden mit meiner Arbeit", sagt Elisa M. stolz. Die Arbeit gefalle ihr – trotzdem möchte sie später gerne in der Pflege arbeiten. "Dafür muss ich noch viel besser Deutsch lernen", meint sie – doch dazu reiche das verdiente Geld momentan
nicht.

SAH blitzblank Vermittlung – eine Erfolgsgeschichte
Die SAH blitzblank Vermittlung Luzern ist eine Erfolgsgeschichte. In den gut fünf Jahren ihres Bestehens haben schon insgesamt 25 Frauen – alles anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig aufgenommene Personen – in Luzern und Umgebung für das Angebot gearbeitet.
2015 entschied das SAH Zentralschweiz, auch im Kanton Zug eine SAH blitzblank Vermittlung aufzubauen. "Die Nachfrage ist da", sagt Roman Moos, Leiter des Regionalbüros Zug, "doch haben wir derzeit erst wenig ausgebildetes Personal. Die Frauen, die wir vermitteln, müssen Fachkenntnisse mitbringen, dadurch stellen wir eine gute Qualität sicher." Um diese Grundlagen zu erwerben, besuchen die zukünftigen Raumpflegerinnen mit Vorteil den SAH blitzblank Reinigungskurs. Die Teilnehmerinnen lernen dort die zur Reinigung verwendeten Materialien und Apparate kennen sowie ökonomisch und effizient zu arbeiten. Vermittelt werden ihnen auch die arbeitsrechtlichen und versicherungstechnischen Bestimmungen fürs Arbeiten in der Schweiz.

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Integration

Viele Frauen können über eine Tätigkeit in der Reinigung beruflich integriert werden. Der SAH blitzblank Reinigungskurs qualifiziert Teilnehmerinnen für die Aufnahme von Reinigungsaufträgen in Privathaushalten oder Geschäftsräumlichkeiten. Die SAH blitzblank Vermittlung - seit 2010 in Luzern, ab 2015 auch in Zug - ist die Schnittstelle zum ersten Arbeitsmarkt: Sie vermittelt Reinigungsfachpersonen und entlastet sie von Administrativem.

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